Valencia an einem langen Wochenende

Freunde und Bekannte die mich besuchen kommen, fragen mich oft wie viele Tage sie einplanen sollen und ich antworte dann, dass für Valencia 3-4 Tage völlig ausreichend sind. Diese Erfahrung möchte ich auch gerne mit euch teilen und hat mich dazu inspiriert einen Artikel zu schreiben: Valencia an einem langen Wochenende.

Hintergrund

Blick vom Glockenturm El Miquelete über die Dächer von ValenciaWas Valencia für Besucher so interessant macht ist seine Größe. Mit rund 800.000 Einwohnern (bis zu 2,5 Mio. mit den anliegenden Städten) ist Valencia die dritt-größte Stadt Spaniens und hat jede Menge Großstadt-Flair zu bieten. Gleichzeitig bleibt die Stadt aber überschaubar (im Gegensatz zu Barcelona und Madrid). In Valencia kann man viele Stadtviertel zu Fuß erkunden und zusätzlich ist die Stadt äußerst fahrradfreundlich.

Gehen wir davon aus, dass wir in Deutschland ein langes Wochenende haben, also Feiertag + Brückentag. Es lohnt sich also einen Flieger von Donnerstag bis Sonntag zu buchen.

Tag 1

Weil der Flieger erst im Laufe des Nachmittags in Valencia landet, ist, mit Hotel beziehen und Auspacken, viel Zeit vergangen und deswegen nutzen wir den Abend um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Tipp: Ein ruhiger und gemütlicher Spaziergang durch Valencias Altstadtviertel und ein Abendessen in einer der zahlreichen Tapas-Bars.

Tag 2

Vormittag:

Die Kathedrale in ValenciaHeute soll es losgehen! Wir machen uns wieder auf den Weg Richtung Altstadt, wo wir am Vormittag verschiedene Sehenswürdigkeiten besichtigen können. Auf unserer To-Do Liste steht, die Kathedrale, Plaza de la Virgen, Plaza Redonda, Mercado Central und La Lonja. Alle diese Sehenswürdigkeiten liegen sehr nah beieinander und können zu Fuß ohne Probleme erreicht werden. Gegen 1 – 2 Uhr sollten wir die Zeit für ein traditionelles Mittagessen nutzen. Rund um den Mercado Central gibt es mehrere authentische Restaurants, die Paellas in allen Farben und Formen anbieten. Und nach dem Mittagessen empfiehlt sich noch eine weitere typisch spanische Verdauungspause mit Kaffee in einem der pintoresken Cafès rund um die Lonja. Café Lisboa ist hier ein guter Tipp.

Nachmittag/Abend:

Wer den Nachmittag langsam angehen will, braucht sich keinen Stress zu machen. Wir haben noch genügend Zeit. Wer sich allerdings nach 10 Minuten Stillsitzen schon wieder langweilt kann die Zeit nutzen um weitere Sehenswürdigkeiten in Innenstadt-nähe zu entdecken. Einerseits kann man den Rathausplatz, Postamt und Hauptbahnhof mit einer kleinen Shoppingtour in Calle Colón verbinden (Route bei Google Maps), andererseits kann man auch Calle La Paz, das Keramik-Museum, die alte Universität La Nau und den Triumpfbogen Puerta Del Mar zu einer kleinen Tour Kombinieren. (Route bei Google Maps)

Wer abends noch fit ist und sich ins aufregende Nachtleben der Stadt stürzen will sollte der Calle Caballeros vom Plaza de la Virgen Richtung Plaza Del Tossal folgen. Von Jazz-Kneipe bis Elektro-Schuppen ist hier für jeden Geschmack etwas dabei.

Tag 3

Vormittag:

Heute geht es an den Strand! Am besten wir packen Badehose, Handtuch, Sonnencreme und ein bisschen Verpflegung ein und mieten uns bei einem der zahlreichen Fahrradverleiher ein fahrbaren Untersatz. Mit diesem Rad machen wir uns auf Richtung Túria-Park und folgen seinem Verlauf stetig Richtung Osten, Richtung Mittelmeer. Unterwegs können wir die Schönheit dieser Parkanlagen bewundern und, wenn wir müde sind, im Schatten der Bäume pausieren. Wir treffen auf den Palau De La Música (Opernhaus), den Gulliver (ein ganz besonderer Kinderspielplatz) und kommen schließlich zur Stadt der Künste und der Wissenschaften. Wenn wir bisher noch keine Pause gemacht haben dann ist hier der richtige Ort.

Mit dem Fahrrad durch den Park Túria in Valencia an einem langen WochenendeDer nächste Abschnitt unserer Fahrradtour führt uns Richtung Avenida del Puerto und von da aus direkt Richtung Hafen, Formel 1 Strecke, dem Americas Cup Sporthafen und weiter Richtung Strand. Da sich mittlerweile wahrscheinlich schon wieder Hunger eingestellt hat kann man eines der zahlreichen Restaurants rund um Hafen und Strandpromenade nutzen um zu Mittag zu essen. Wer es authentisch mag, dem empfehle ich die Arbeiter-Kneipe Casa Calabuig, direkt am Kreisverkehr beim Hafen gelegen (oder hier bei Google Maps), ab 13 Uhr gibt es hier täglich authentische Mittags-Menüs und Sonntags Paella.

Nachmittag:

Den Rest des Tages kann man Strandpromenade, Sand und Meer genießen bevor man später den Heimweg über die berühmte Avenida de Blasco Ibáñez, durch den Park Viveros und vorbei an den Torres de Serranos antritt.

Diese Tour ist insgesamt 13,4 Kilometer lang und beinhaltet viele Sehenswürdigkeiten und wichtige Punkte, die einem einen guten Eindruck von der Stadt vermitteln.

Das Bild zeigt die Route bei Google Maps an

(Direktlink zur Route bei Google Maps)

Tag 4

Der letzte Tag steht zur freien Verfügung. Es lohnt sich Dinge nachzuholen, die man noch nicht gesehen (oder gemacht) hat. So kann man sich zum Beispiel auf die Spuren der alten Stadtmauern und der Stadttore begeben, eine Horchata (Erdmandelmilch) trinken oder den BioPark, Valencias modernen Zoo, besuchen.

Wer es aber lieber wieder ruhig angehen will, dem empfehle ich erneut einen Spaziergang durch das Altstadtviertel, dass vor allem auf dem zweiten Blick mit seinen kleinen Gassen und Plätzen für Überraschungen sorgt. Hier sollte man sich absichtlich verlaufen und unbedingt auch die weniger Touristischen Bereiche entdecken.

Wie sind Eure Erfahrungen? Wart Ihr schon in Valencia? Und wenn ja, Habt Ihr noch weitere Geheimtipps die man unbedingt sehen muss? Was habt Ihr in 3 Tagen Valencia gesehen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.