8 Getränke, die man in Valencia probieren muss

Spanien ist mehr als nur Sangría und Tapas. Auch wenn diese Beiden in keinem Spanien Urlaub fehlen sollten, muss es nicht dabei bleiben. Denn in Wahrheit ist Valencia ein Traum für Hobby-Gourmets und jedem der gerne Neues probiert. Auf Grund seiner äußerst kuschlig-warmen meteorologischen Vorzüge hat Valencia vor allem eine einzigartige Kultur der Erfrischungsgetränke hervorgebracht, die in allen Farben und Formen (und alkoholischen Stärken) daherkommen.

Hier ist die berühmte Liste der 8 Getränke, die man in Valencia probieren muss:

1. Horchata

Ein Glas Horchata - Eins der 8 Getränke die man in Valencia probieren muss

Foto: wikival CC BY-SA 3.0

Horchata (oder auch Orxata auf Valencianisch) ist das Nationalgetränk Valencias. Es ist eine Art süße Erdmandelmilch, die nur frisch getrunken werden kann. Auch wenn es haltbare Versionen aus dem Tetra Pak im Supermarkt zu kaufen gibt, ist davon dringend abzuraten. Dieses erfrischende Sommergetränk schmeckt am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, macht aber schnell süchtig. Die berühmteste Horchata Valencias gibt es in Weiterlesen

Valencia on Fallas

Die Fallas, Valencias wichtigstes Stadtfest, sind ja bekanntlich im Frühling und können bei Zeiten so anstrengend werden, dass man sich nur noch ein Ende herbei sehnt. Da dachte ich mir, es wäre doch mal eine gute Idee im Herbst, mit genügend Abstand, einen Artikel über die Fallas zu schreiben – und dabei geht es mal wieder um ein Musikvideo.

Das Bild zeigt den Rapper Lory Money in traditioneller Kleidung vor eine Graffittiwand in ValenciaGleich vorweg möchte ich vermerken, dass ich das Lied an sich nicht besonders mag – weder musikalisch noch stilistisch – trotzdem ist das Lied vor einem interkulturellen Hintergrund sehr interessant. Und heute erkläre ich euch warum.

Der Künstler Lory Money hat schon vor ein paar Jahren per YouTube Weiterlesen

Oktoberfest in Spanien, Olé!

Heute geht es mal wieder um etwas kurioses und natürlich auch interkulturelles: Das Oktoberfest in Valencia. Denn dorthin hat es mich vor ein paar Tagen verschlagen. Jetzt ist das Oktoberfest in Valencia keine Neuheit, aber bisher habe ich mich noch nicht überwinden können mir diese Nachahmung des größten deutschen Volksfestes aus erster Hand anzusehen.

Das Bild zeigt das Poster vom Oktoberfest in Valencia mit typerscher blonder großbusiger FrauIch habe lange gezweifelt ob ein Besucht mir gefallen würde, denn es fängt schon damit an, dass das Oktoberfest in der Stierkampfarena statt findet. Ein Gebäude, dass ich mit viel Tradition in Verbindung bringe und bei dem ich nie im Leben erwartet hätte, dass jemand in der Stadtverwaltung das OK für ein Saufgelage nach deutschen Vorbild gäbe… aber bitte. Dazu kommt noch die Stereotypische Darstellung des Deutschen: Blonde Frauen mit prallen Brüsten, große Biere und dicke Würste – Für jemanden der nicht in Bayern aufgewachsen ist und in seinem Leben noch nie auf einen Oktoberfest war, hat das nur wenig mit Deutschland zu tun.

Aber ein Freund, ein Spanier, der seit kurzem intensiv Deutsch lernt und mit dem ich ab und zu ein bisschen Deutsch übe, gab mir einen guten Grund Weiterlesen

IV014 – Supermercado

Nach längerer Pause gibt es also mal wieder eine Folge Inside Valencia. Heute nehme ich euch mit in den Supermarkt.

Hier sind die drei Fotos die ich gemacht habe.

1. Die Schinkentheke
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IV013 – Televisión

Ein Thema, dass mir schon seit langem auf dem Herzen liegt und worüber ich dringend mal sprechen wollte ist das spanische Fernsehen. Ich habe mich hingesetzt und einmal alle Kanäle durchgezappt um so einen kleinen Einblick in das hiesige TV Programm zu geben. Da ich mich beim Fernsehen immer schnell aufrege ist diese Folge auch unerwartet lang geworden. Weiterlesen

IV011 – Cutre

Heute geht es mal wieder um Sprache. Passenderweise habe ich es kaum geschaft einen kompletten Satz zu formulieren. Ich war mal wieder zwischen den Sprachen verloren. Trotz des ganzen Stotterns hoffe ich, dass diese kurze Episode über das Wort “Cutre” interessant ist.

Viel Spaß beim Hören…

IV010 – Barcelona

Endlich wieder Inside Valencia Podcast. Diesmal mit der ersten Folge aus Barcelona.

Die folgende Karte zeigt die ungefähre Strecke meines heutigen Ausflugs:


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Viel Spaß beim Anhören…

Schlangestehen

In Spanien wird immer noch ein großer Teil der alltäglich wichtigen Informationen von Mund zu Mund übertragen.

Beispiel: Der Busfahrplan an der Haltestelle ist unvollständig – einfach den nächsten Busfahrer anquatschen. Machen alle so. Ist eine anerkannte Vorgehensweise und man kommt dabei ins Gespräch. Ist kein Busfahrer in der Nähe kann man auch jeden anderen ansprechen. Diese Situation lässt sich wahlweise anwenden auf Banken, Postämter, Wegbeschreibungen und so weiter und so fort. Besonders daran ist, dass man niemals “abgewürgt” wird, so im Sinne von: “Ich habe keine Zeit fragen sie mal wo anders nach” oder einfach “Ich weiß nicht”. Man nimmt sich immer die Zeit anderen Menschen zu helfen. Sogar die Polizei tut das.

Das Schlangestehen ist dadurch manchmal mehr, als bloßes Warten. Man kann sich in der Poststelle zum Beispiel schon über die neuen Briefmarkenpreise erkundigen, die Wettervorhersage für den nächsten Tag erfahren oder die aktuellsten Prognosen für das nächste Fußballspiel von Barcelona oder Madrid bekommen. So weit, so stereotyp.

Eine lange Schlange vor einem Lottoladen

Schlangestehen für die Weihnachtslotterie

Ganz unstereotyp, aber unheimlich wichtig für jeden Ausländer zu wissen ist, dass Spanier äußerst disziplinierte Schlangesteher sind. Ein Fehlverhalten wird sehr ernst genommen.

Trifft man auf ein Schlange, dann fragt man als erstes ¿último? Sprich: “Wer ist der Letzte?”. Dadurch weiß man, wann man dran ist. Sind mehrere Schalter geöffnet, dann gibt es nicht mehrere Schlangen, sondern lediglich eine bei der der Schlangenerste an den zu erst freien Schalter geht. Auf diese Weise entstehen keine Missverständnisse.

Selbst wenn die Schlange sehr lang ist hat doch jede Person, die an erster Stelle steht das Recht sich alle Zeit der Welt zu nehmen um jegliche noch so detaillierte Information zu erfragen. Die in der Schlange Stehenden verhalten sich dementsprechend geduldig und würden nie auf die Idee kommen sich zu beschweren, wissen sie doch, dass ihnen, wenn sie an der Reihe sind, die gleiche Aufmerksamkeit zuteil wird.

Als Ausländer habe ich mich in den ersten Jahren öfters in Situationen wiedergefunden, in denen ich den Unmut meiner Schlangestehkollegen auf mich zog. Meistens, weil ich unbewusst meinen deutschen Schlangestehinstinkt folgte, der da lautet “Sie zu wo du bleibst.”

Besonders interessant sind deshalb die Schlangen, die zu gleichen Teilen aus Spaniern und Urlaubern bestehen, wie z. B. beim Fast-Food Restaurant, hier direkt neben der Kathedrale am Plaza de la Reina. Man bemerkt sofort, dass mehrere Schlangenstehkulturen aufeinander treffen und es immer zu Komplikationen kommt. Da hilft eigentlich nur eins: Ruhe bewahren und höflich bleiben.

Total untypisch …

Letzte Woche war ich mal wieder in Deutschland. Diese Kurzurlaube in der Heimat veranlassen mich immer wieder erneut über Stereotypen und mein Bild von Deutschland und Spanien nachzudenken. Dieses Mal besonders stark, weil ich ein langes Gespräch mit einem Freund hatte, der angenehmerweise sehr interessiert an meinen Erfahrungen in Spanien war und gleichzeitig bereit war absolut wertefrei mit mir darüber zu reden (was tatsächlich nicht normal ist).

Ich habe ihm erzählt von den Stereotypen die Spanier gegenüber uns Deutschen haben und welche Stereotypen die Spanier von sich selbst pflegen. Und natürlich ging es auch um die Stereotypen die die Deutschen von den Spaniern haben. Stereotypen zu identifizieren hilft immer ungemein eine solche Konversation zu objektivieren.

Heute ist mir ein neues Hilfsmittel eingefallen. Man müsste eigentlich mal eine lange Liste der Dinge machen die total untypisch sind.

Gestern habe ich ein Gespräch zwischen Spaniern mitbekommen, es ging ungefähr so:

Persona A: “Boa, ist das warm heute, jetzt ist es wirklich Sommer”
Persona B: “Bei mir im Auto stand 34 Grad”
Persona A: “Ich habe irgendwo 36 Grad gelesen”
Persona C: “Und ich 37!”

Eine solche Unterhaltung hätte man genauso gut in Deutschland aufschnappen können.

Wir Deutschen denken immer 35° im Sommer ist sehr warm und für die Spanier ist das ja gar nichts, sie schwitzen erst bei 45°. Ist aber nicht so. Selbst hier im mediteranen Valencia sind die ersten 35 Grad im Jahr ein ausgesprochen gutes Small-Talk Thema und Grund genug sich über die Hitze zu beschweren.

Ich war einmal mit ein paar Freunden in Deutschland in Darmstadt im Freibad. Darunter war auch ein Spanier. Alle Deutschen haben aufgeschrien als der Spanier sich Sonnencréme aufgetragen hat: “Wieso schmierst du dich denn ein? Du bist doch Spanier und mit der Sonne aufgewachsen”. Das dieser Spanier nicht nur aus der nördlichen Stadt Santander kam, sondern auch noch käsebleich war, das hatten sie glatt übersehen.

Total untypisch, halt!